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Handlungsdruck lastet auf Kommunen

Der Klimawandel aber auch steigende Energiepreise und die zunehmende Abhängigkeit von fossilen Ressourcen zwingen uns vom Umdenken zum Handeln. Auf EU-, Bundes- und Landesebene wurden dazu Klimaschutzziele definiert und stehen nun zur Umsetzung an.

Insbesondere im Bereich Energie und Klimaschutz stehen Gemeinden und Landkreise vor einer großen Gestaltungsaufgabe. „Hier verdichten sich die technologischen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen, vor denen wir stehen.“ (BMU 2008).
Um Kommunen in dieser Gestalterrolle zu unterstützen, fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative kommunale Klimaschutzkonzepte derzeit mit bis zu 65% der Kosten. Dadurch wird Kommunen eine umfassende Handlungs- und Entscheidungsgrundlage für Energieunabhängigkeit und mehr Klimaschutz ermöglicht.

 

Integrierte Klimaschutzkonzepte

Im Fokus eines integrierten Klimaschutzkonzepts liegen diejenigen Bereiche in einer Kommune, in denen Treibhausgase emittiert werden: Energieerzeugung, Verkehr und Mobilität, Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen sowie private Haushalte. In die Erarbeitung des Klimaschutzkonzepts werden daher diejenigen miteinbezogen, die diese Bereiche repräsentieren und Institutionen, die bereits jetzt aktiven Klimaschutz betreiben.


Doppelt integriert hält besser

Dieser Ansatz ist in doppelter Hinsicht integriert: zum einen werden inhaltlich unterschiedliche Bereiche behandelt und zusammengeführt und zum anderen werden Bürgerinnen und Bürger, Stadtverwaltung, Verbände und Organisationen an der Erarbeitung des Konzeptes beteiligt. Denn die Bemühungen, die globale Erwärmung auf 2°C zu beschränken, können nur Erfolg haben, wenn an möglichst vielen Stellschrauben gedreht wird und sich alle daran beteiligen.