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Immer mehr Kommunen erkennen das vielseitige Potential der Erneuerbare Energien als Investitionsmöglichkeit. Neben enormer Reduktion der CO2-Emissionen bringen die Anlagen sowohl Anlegern als auch Kommunen stabile ökonomische Vorteile. Im Jahr 2009 etwa bescherten die Erneuerbaren Energien den Kommunen Steuereinnahmen von rund 600 Millionen Euro. Im Rahmen des Schwerpunktthemas Erneuerbare Energien veröffentlichte die Zeitschrift "der gemeinderat" einen Beitrag über den Solarpark Garching, eines der Leuchtturm-Projekte von Green City Energy.
Lesen Sie das Interview zwischen Green City Energy und Hannelore Gabor, der ersten Bürgermeisterin von Garching bei München.
Lesen Sie das Interview zwischen Green City Energy und der
1. Wie kam es zur Idee, einen Solarpark Garching ins Leben zu rufen? Die Diskussion über einen Bürgersolarpark gab es im Stadtrat seit längerer Zeit. Letztendlich wurde das Thema immer wieder zurückgestellt, da niemand genau wusste, wie wir das am besten anpacken sollten. Der Wille war da, doch fehlte es uns an einer konkreten Anleitung, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Green City Energy kannten wir bereits, da sie uns bei der Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzepts für unsere Kommune begleitet hatten. Das Angebot uns bei der Umsetzung des Solarparks zu unterstützen kam von ihnen, wodurch dessen Realisierung nur noch ein kleiner Schritt war.
2. Was hat Sie letztlich von der Umsetzung des Solarparks Garching überzeugt? Überzeugt daran hat uns das Modell der Bürgerbeteiligung. Dadurch konnten wir die Garchinger Bürgerin-nen und Bürger direkt mit ins Geschehen einbinden. Sie konnten nicht nur ihre Dächer zu Verfügung stellen, sondern sich auch finanziell beteiligen und dadurch direkt vom Ausbau der Sonnenenergie in Garching pro-fitieren. Zudem waren wir froh, jemanden im Boot zu haben, der jahrelange Erfahrung mit der Materie Bür-gersolarparks mitbrachte.
3. Wie hoch war der Aufwand, den die Stadt Garching mit dem Solarpark Garching hatten – auch finanziell betrachtet? Überraschender Weise hielt sich der Aufwand für die Umsetzung des Bürgersolarparks auf unserer Seite stark in Grenzen, auch finanziell. Bis auf die 500 Euro für die Gründung der Gesellschaft hatten wir keinen finanziellen Aufwand. Und nachdem wir die geeigneten Dächer identifiziert hatten, war das Projekt im Prinzip ein Selbstläufer.
4. Wie waren die Bürger gegenüber dem Projekt eingestellt? Das Interesse der Bürger an dem Projekt war von Anfang an sehr groß. Bis auf ein paar sehr wenige, war die Resonanz auf den kommunalen Bürgersolarpark durchweg positiv. Die Erfolgsgeschichte spricht für sich: In-nerhalb von nur fünf Wochen waren alle Anteile am Solarpark Garching gezeichnet.
5. Gab es Resonanz von „Außen“ auf den Solarpark Garching? Erfreuliche Resonanz gab es sogar weit Stadtgrenzen hinaus. Zum einen haben wir in der Metropolregion München die Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz eingenommen, wie uns die Vereinigung von über 30 Städten und Gemeinden mitteilte. Und zum anderen wurde der kommunale Solarpark Garching von der Jury des Vereins Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. zu Deutschlands nachhaltigster Initiative nominiert. Dabei konnten wir uns 560 Wettbewerber durchsetzen. Das unser Solarpark zum bundesweiten Leuchtturmprojekt geworden ist, sind wir natürlich besonders stolz darauf!
6. Wie verlief die Zusammenarbeit mit Green City Energy? Die Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Green City Energy war durchweg positiv, sowohl bei der professi-onellen Begleitung bei der Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzepts als auch bei der Realisierung des Solarparks. Das war auch ein Grund, warum wir uns für Green City Energy entschieden, den wir als authen-tischen und starken Partner sehr schätzen.
7. Welche Rolle spielt Energieunabhängigkeit für ihre Gemeinde? Die Energieversorgung spielt in unserer Gemeinde eine große Rolle. Gerade durch unseren Wissenschafts-Campus, der einen hohen Energieverbrauch hat, stehen wir hier vor einer großen Herausforderung. Mit kommunalen Energieprojekten, wie z.B. mit dem Solarpark Garching, nehmen wir direkten Einfluss auf die Energiepolitik. Das ist ein zentrales Thema für uns, denn nur damit können wir unser Ziel, die Energieautarkie bis 2050 zu erreichen.
8. Ein Blick in die Zukunft: Könnten Sie sich weitere Solarparks in Garching vorstellen, nachdem das erste Projekt mit großem Erfolg in nur fünf Wochen platziert wurde? Anschlussprojekte können wir uns durchaus vorstellen! Konkret denken wir momentan über einen Solar-park Garching II nach. Hier sind wir bereits dabei geeignete Dachflächen auszumachen.
9. Was wünschen Sie sich für die Zukunft? Ich wünsche mir in Zukunft, dass die Bürger und Kommunen weiter an einem Strang ziehen, der Gedanke der Energiewende an Bedeutung gewinnt und sich fest in den Köpfen verankert. Garching strebt an, seine Position als eine moderne Universitätsstadt ausbauen. Modern auch im Hinblick auf unsere Energieversor-gung. Wir wollen uns in den kommenden Jahren zur Vorzeigestadt mit hoher Lebensqualität entwickeln. Um das zu erreichen, werden wir den eingeschlagenen Weg fortsetzten!
Kontakt Stadt Garching b. München Green City Energy GmbH Herr Hans-Martin Weichbrodt Frau Theresa Kratschmer Tel. 089/32089-156 Tel. 089/89 06 68-81 Fax 089/32089-155 Fax 089/89 06 68-88
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