Können wir die Welt ändern? Der Tenor auf dem Alternativgipfel hoffnungsvoll PDF Drucken E-Mail

alternativgipfel 1Auf dem Internationale Gipfel der Alternativen in München wurden am 3. und 4. Juni Lösungsansätze für eine solidarische, friedliche und ökologische Welt diskutiert.

Green City Energy veranstaltete gemeinsam mit Martin Stümpfig, Abgeordneter des Bayerischen Landtag BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, einen Workshop zum Thema „Kampf gegen die Klimakrise: Aktiver Klimaschutz auf kommunaler Ebene“.

 

Erfahrungsaustausch im aktiven Klimaschutz

Gemeinsam mit rund 30 Teilnehmern diskutierten die Mitarbeiter der Kommunalen Energieberatung von Green City Energy, Mirjam Schumm, Simone Brengelmann und Matthias Heinz und der Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig über Klimaschutzmaßnahmen, die Bürger gemeinsam mit ihren Kommunen auf die Beine gestellt haben bzw. auf die Beine stellen können. Die Teilnehmer berichteten über ihre persönlichen Erfahrungen bei solchen Umweltschutz-Projekten und informierten sich zu anderen Maßnahmen.


Der Ansatz der Kommunalen Energieberatung ist das Thema Klimaschutz in der Gesellschaft zu verankern. Hierfür werden integrierte Klimaschutzkonzepte erstellt, die den Kommunen und deren Bürgerinnen und Bürgern die Potentiale aufzeigen, inwiefern eine umweltschonende Energieversorgung in den Bereichen Strom, Mobilität und Wärme umgesetzt werden kann.
Reges Interesse herrschte insbesondere für die Themen Bewusstseinsbildung und Überzeugungsmöglichkeiten für desinteressierte Bürger bzw. Politiker. Simone Brengelmann, die auf langjährige Erfahrung in der Beratung von Kommunen zurückgreifen kann, weist in diesem Zusammenhang auf die Wirkung Integrierter Klimaschutzkonzepte hin. „Durch den einjährigen Beteiligungsprozess, in dem sich Politik, Verwaltung und Bürger aktiv mit dem Klimaschutz in Ihrer Gemeinde auseinander setzen, wird ein Bewusstsein für diese Themen in der Kommune verankert. Oft geht dies mit einer hohen Motivation und Begeisterung für dieses Thema einher.“

 

Kleine Projekte mit großer Wirkung

Auch weniger umfassende Umweltschutz-Projekte können große Wirkung zeigen, wie bspw. der „Bus mit Füßen“ zeigt. Dieses Projekt ist eine Elterninitiative, bei der Schüler gesammelt und unter Betreuung von der Haustür abgeholt und zur Schule hin und wieder zurückgebracht werden. Und zwar zu Fuß. Am Beispiel eines solchen Projekts wurde den Teilnehmern verdeutlicht, dass jede Bürgerin und jeder Bürger die Möglichkeit hat Umwelt-Projekte ins Leben zu rufen und sei es nur der Anstoß der Ideengebung oder das Nachfragen bei der zuständigen Behörde.

 

Aktuelle Politik trägt Verantwortung für Krisen

Ziel des Gipfels der Alternativen, anlässlich des G7-Gipfels im oberbayerischen Schloss Elmau, war es, die Kritik an der Politik der G7 in die Öffentlichkeit zu tragen. Die vielfältigen globalen Krisen sind u.a. eine Folge der herrschenden Politik. Als Alternativen wurden an zwei Veranstaltungstagen an unterschiedlichen Veranstaltungsorten in München ökonomische, ökologische, menschenrechtliche und friedenspolitische Ansätze vorgestellt und diskutiert. Klimaschutz ist eines der Themen, das auf der Tagesordnung steht.

 

Namhafte Redner auf dem Alternativgipfel

Die Liste der internationalen Redner bestand aus namhaften Mitstreitern, wie der Entwicklungsökonomin Prof. Jayati Ghosh, vom International Development Economics Associates (IDEAS) und dem bekannten Globalisierungskritiker und ehemaligen UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler. Neben internationalen Podiumsdiskussionen bot der Gipfel diverse Workshops zu Themen wie Globale Machtverhältnisse, Freihandelsregime, Klimawandel & globale Gerechtigkeit, Flüchtlingspolitik oder eben der Klimakrise, gegen die Green City Energy kämpft.